Hahfnstrahße


Mann wahnas Zeitn! Damahlz einunachzich. Alzi olln Hoisa anna Sampauli Hahfnstrahße appgerissn werdn solltn un denn die Hoisa besetz woadn. Mit Steine schmeißn un Barrikahdn anzündn un Strahßnschlachtn un Polizei un alles. Unt wemman das außa Fääne fefojcht hat klankas so alz wenn doch noch die Rewolutschohn ausgebrochn wea woas 68 nicht mit geklappt hat.
 
Gotzeidank hatzich das dann beruicht, haupsech wall pah böagaliche Sümpatisantn n Feein gegründet hahbm un füa orntliche Mietfeheltnisse gesojcht un Senaht wah auch mit einfestandn. Denn hahbm sie auch noch die Hoisa schön bunt angemahln. Einzige was noch fehlte wah büschn Grühn voam Haus. Da hahbm die Bewohna denn zwanzich Jahre spehta zusammgelehcht un Grassahm gekauf un Sonnbluhmkääne unt kleine Anlahge angelehcht, mitn Teich un Kröhtn un alles. Zaun drum damiddas nich gleich wieda alles plattgetramplt weat, wodoch rinksum Dreck un Müll un keputte Bierflaschn rumliegn – is schließlich zwüschn Reepabahn unt Hahfnkante. Direck ne grühne Oase mittn im Kaos. Kanz auch sahgn, hat büschn was von Schrebagartn un kleinböagaliche Idüllje.
 
Aba zu dumm: wah nich priwaatn Gruntstück sondan öffntliche Fleche un was macht jemant der fleich ne dunkle Ecke brauch wo er ungestöat hinpiehn kann un denn issn Zaun drum? Beschweat sich bei der Stattfewaltunk. Unt denn komp die Ohprichkeit un übaprüüft. Unt denn: Übaraschunk! Sint doch nua dreißich Kwadratmehta un iss doch zu begrühßn wenni Böga Böagasinn zeign unt sich ummas Strahßnbegleitgrün kümman! Unt der Zaun darf stehn bleibm. Siessu: Geht doch! Mitn büschn guhtn Willn ...


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