Kunzhalle


Noilich wah 'Tach der Kunzmeile'. Das iss Mahketting! Noie Metohdn um an Köhnich Febraucha ranzukomm. Kunz iss ja hoide auch Wahre, un statt dassi Konsuhmentn ihre knappm Oiros bei Zeh-un-Ah oda Hah-un-Em appliefan iss doch bessa sie gehm dass füa was kulldurell Hohchstehndes aus! Kunzmeile iss ahliass Klohstawall un Glockngießawall, reich von Deichtoa bis Fäädinanztoa. Da sint denn die Deichtoahalln, Kunzfe'ein, Kunzungewääbe, Kunzhalle, un nochn pah andre. Sogah die Büchahalln am Hühnapostn zehln sich dazu. Un da wah denn gleichn besondriss E'eichnis: Enthüllunk von zwei lankbeinige Schtatuen duich Frau Sehnatoa aufm Arno-Schmitt-Plazz.
 
Aba voa allm konnzu füa zweifuffzich üba'all rein – hezzu sonz glatt fuffzich ausgegehm. Ich wah denn in Kunzungewääbe un voa allm inna Kunzhalle. Da happich denn eaßmah übaprühfd opp auch noch alles da iss was wia seit früe Kintheit kenn: die altn Klassicka wie die 'Hülsenbeckschen Kinder' von Philipp Otto Runge, 'Eismeer' von Caspar David Friedrich (wah leida ausgeliehn) un di noin Klassicka von Corinth bis Liebermann, schpehziell die Lindnterrasse von Jakopp anna Elpschosseh. Un die Klassische Modääne von Beckmann üba Zigeuner-Müller bis Kokoschka un Nolde un di Espressonisten.
Die Wiadukte un der goldene Fisch von Klee: iss doch nett wemman guhde-alde Bekannde wiedatriff!







Da kompass denn auch nich umbedink auf künzlarisches Weltniwoh an. Denn wennu alz Musejum kein richtihgn Ehtah haß nimmssu wassu geschenk kriss, zum Beispiehl alz Schtiftunk. Unt Bottischelli un Pikasso iss denn ehm nich drin. Aba wia wolln ja auch nich mitn Luhwre oda Prado oda Metropohln-Musejum in Jujork konkurian. Kannz ja ne Stehtereise hinmachn wennu di umbedink sehn wiss! Wie hahbm schließlich unse eichnen Kunzschaffnden wi di vom Künzlaklub von 1896 oda die Sezesseon oda Horst Janssen.
 
An sich iss die Kunzhalle jah n antiekes Geboide – natüalich alles 'Neo' wie das 1869 so ühplich wah. Trohnt hoch aufa ejemahlign Bastiohn Winzent nehbm Haupbahnohf. Unt wo früa der Kunzfe'ein wah, steht jetzt grohßn weißn Klotz mit via Stockwääke wodu duichn unta'eadischn Gank hinkomms. Das iss die Gallarie der Gehgnwaht. Und di iss natüch voll mit Gehgnwarzkunz, von Popp zu Opp un wieda zurück. Aba laß man, manches is weaklich ganz nett. Unt man muss ja nich alles möhgn. Koss ja nich unsa Gelt! Allz in allm issas Ganze doch ne bunte Mischunk. Angehplich iss Hambuich ja ne kunzfeintliche Statt. Aba immahin iss die Kunzhalle alles zusammgenomm das gröhßte Kunzmuseum in Doitschlant. Flechnmehßich gesehn.
 
Jetz nochn Tipp füa unse Altasgrubbe. Am bestn gehßu Freitach hin. Freitach iss nemmich imma  'Goldenen Freitach'. Da iss Kaffe un Kuhchn in 'Kaffe Liebermann' umsonz!  Brauß nuan Rentna'ausweiß oda ne Bischeinigunk dassu Fesorgunxemfenga biss. Anscheint kenn di ihre Pappmheima unt wissen wi si unz aus dehn Altntagesstettn in die heilign Halln lockn könn!


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