Röhmischa Gahtn


Venehdiche des Nordnz giepas viele: Sampetasbuich, Stockholm, Amstadam wehgn Grachtn, Brügge ehmso, unt, du-glaupsass-nich: Emdn. Un Hambuich mit 2653 Brüggn kann da schunn mithaltn, auch wenn vihle Fleete nachn Kriech mit Trümmaschutt zugeschüddet wordn sint. Aba dass noch nich alles: wir habm n Weimberch aufm Stintfank, unt vor allm der Römische Gahtn. Da kann Drehsdn sich meinswehgn Elpflorentz nenn – mit unsan nühtlichn klein Amfiteata in Falknstein kommsi nich mit. Kennzu nich? Iss ehm Geheimtipp, ziunksweise wah, bis zune Neuescheinunk lezzes Jah.
 
Unt wi fintmannu den Geheimtipp? Iss würkch nich so eimfach wemman das nich weiß. Von Blangenehse Strantwehch entlank, denn Falknsteina Ufa, bis koaz vohr den altn Wassawerk. Da steht auchn unauffellign hölzanen Wehchweisa. Rechs Treppe hoch und denn neast du dich balt den Gahtn von Westn. Grohßen Plattoh mit kleinn Bassäng inna Midde, Tuja-Hecke am Rand, alle pah Mehta ne höare Zacke, sieht von weitn aus wien Kamm – wemman sie von weitn sehn könnde, geht aba höhstns vonn Schiff aus. Un denn hassuhn wundabahn Blick üba die Elbe, un in mehr alz zwei Kilomehta Emfernunk siehßu das Este-Spärrwärk von Noinfelde. Unt weita vorn liech Neßsand. Ehrbussgelende iss gottseidank duich Boime fedeck. Un eine Etaje tiefa iss dann die Rotunde mit klein Hecke drumrum.
 
Haddi Familje Wahbuich in den Zwanzigajahn machen lassn, un denn Pahties im Frein gefeiat, mit Mönckeberchs, Liebermanns un so. Inne Naazizeit tüch nich. Nachn Kriech hamsies dann Statt Hambuich geschenkt, un hoide fehlt leida dehn Gahtnamt das Gelt, um den Gahtn richtich zu fleegn. Koss ja auch kein Eintritt. Mitn Audo kommßu auch nich hin, rinksrum allns priwaht. Also Imbißbuhde hette keine Schanks. Aba im Somma gehen wir damma mitn Picknick-Korp hin! Unt feian Römisches Gassmahl.


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