Schilehaus


Kennzoch bestimp Manufaktum: dehn Fesantkaddalohch wodu alles bestelln kannz wassu bei Kwelle kriss, nua in Antiek. Wenn du schunn alles hass krissu das da nochmahl inna guhtn altn Kwalliteht von foagestan. Alde doitsche Weatahbeit, nachm Moddo: wenn schunn Plastik, denn wehnstns Bakelit. Aba auch feine englische Aht: Herris-Twied un Waxtuhchjackn; un Zahnböastn aus Horn un Schukrehm aus Rindatalch – nee, das nu doch nich. Tüch nich billich das alles, helt dafüa aba ehwich un fördat daduich die Spahsahmkeit. Aba Konsuhmzurückhaltunk iss nu wieda nich so guht füadi Konjunktua... Wenn du aba Fesanthandl nich so rech trauß und lieba eigenhendich anfassn wiss wassu kaufs, denn gehßu im Manufaktum-Ladengescheff. Und das finzu in ein Geboide das genauso solide aussieht wie die bewußtn Produkte.
 
Nemmich im Chilehaus. Wi somman das nu aussprechn: Chilehaus wie in ich oda Tschilehaus wi die Tschilehn selps sahgn oda Kilehaus wie in Baian oda eimfach Schilehaus? Sahgn wia ma foaloifich Schilehaus, als Kompromiss.
Das Schilehaus issn Mustabeispihl für die modääne Wäsion von Backsteingohtik im weltlichn Bereich. Nachn Eaßn Weltkriech wahja Noie Sachlichkeit im Trent unt was Sache iss in Hambuich iss ja Schiffbau un Schiffsfekea. Unt so haddas Handelshaus un Rederei Sloman denn 1922 sein Kontoahaus am Meßberch wien Schiff baun lassn - ausnahmzweise nich von Fritz Schumacher sondan von Fritz Höger -, mitn hochaufrahgndn Buhch dassu richtich eaföachtich davoastehst wie voa der Petrikeache wie si innehn blaun Hamburga Himml rahcht. Untn Schiff hatja ne Gajohnsfigua am Buhch: da hahbm sie füa das Schilehaus n Ahtla genomm, aba wennu genau hinkux issas gah kein Ahtla, sondan n Kondoa, mit Halzkrause! Wull wehgn Hambuich-Sühtamerika-Lienje. Unt auch sonz ist da allalei Dekoratzjohn angebracht: sintoch zu-un-zu nüdelich die Bean! Iss nu das zweitberühmdesde Haus in Hambuich nachn Michl, unt is auch in Kriech stehn gebliebm, un iss nu voll mit feschiednste Bürohs un Gescheffde.
 
Aba reich alles nich wo Hambuich ja nu Buhmtaun iss, unt so baun sie denn imma mea Gescheffshoisa, möjchlichs mit Elpblick wie die Perdlnkedde in Noimüuln, oda Hahfnblick wie demnehß inna Hahfnzitti. Un nich mea Bittong wie in den Sechzigan sondan alles Glass un Stahl un Stahl un Glass dassas dehn Expäätn nu auch schunn wieda nich mea gefellt. Unt dreck gehgnüba vom Schilehaus, üba die Osswess-Strahße (ziunksweise unta duich, rüba kannzu alz Fuhßgenga gahnich), am Zollkanahl steht son Glasspalass, dass das Bürohaus Deichtoa. Aba dass direckn Pangdang zum Schilehaus, mit genauson spitzn Buhch, nua inni andare Richtunk, nach Westn, un rahcht genauso in den blaun Hamburga Himml. Denn wolln wia da man nix gehgn sahgn. Da komp dann das Manufaktum von übamorgn rein! Mit dehn Gebraußgehgnstendn von hoide.


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