Schulau


Schulau iss nich mehr ganz Hambuich, heiß aintlich Wedel, aber auch nich ganz, wall Wedel meer anne Lantstrahße liech un Schulau meer anne Elbe. Wennu von Blangenese komms unt anne Elbe entlank jocken willz oda spatzian, kommßu nicht bis Schulau wehgn Kraffwerk. Mußu umgehn und denn macht das nich son Spahß. Bestn fehrßu mit Esbaan bis Wedel und denn wandassu duichi Stadt bisch-Schulau. Buss fehrt auch. Wennu Glück haß kompn Schiff aus Frankraisch und denn spihln sie aufa Schiffsbegrüßunksmeschine Allongs-Anfang. Habm si da auf Platte, Kepelle wehr scha zu toie. Issn pansonihrtn Kaptein der die Plattn aufleech. Der weiß natürch immer was als nehstes komp, steht in Funkfebindunk. Unni Metrosen froin sich. Oppwohl: meistn kommn von Filipihn, und dehnn is femutlich egahl oppsi di Hümne von Monrowia oda Barein-Insln hörn. Oda wo die Billichflackn nu angemeldet sint. Unt die Anwohna sint auch nich begeistat: Froint von mir woonte als Kint inner Elbstraaße. War nich zun Aushaltn, immer das Gedudel. Iss wull mehr füdi Turistn un Kaffegeste in Schulaua Fehrhaus! Alz Kint gahps das noch nich. Da sint wir imma zun Badn nach Schulau gefaan, wahne Tagestuhr von Lang'horn aus mit Hochbaan und Esbaan. Da laach dschahrelank n grohßn Dampfa aufn Strant, aufe Seide, groß Loch untare Wasserlinje, hieß Frigga. Hoide kannzu dafüa Buddlschiffe ankuckn: in Buddlschiffmusejum im Kella von Feahaus.

Zuhn Appschluß habm wir immer noch Rolant besucht: steht in Wedel aufn Markplatz, paß wohl auf daß nicks pessiehrt. Hatn büschn großen Kopp. Und die Kugel im Schritt, da hett aintlich die Jugndbehörde ainschraitn müssn, wennu mich fraaß. Aba habm sie sich damahls wull nicks bei gedach, sollde femuhtlich aimfach mennlich aussehn!


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© JWS (2004)