Was machtn
Seemann wenna seine Heua auf Sampauli
duichgebrach hat unnu blank iss? Er geht nacha Heilzammeh. Unt wenna
Glück hat
un issn Schkandonawier denn geht er zu seine Seemanskeache. Die sint
alle inna
Ditmar-Koel-Straße untahalp Stintfank. Die
dehnische in Numma 2, norwegische Numma 4, finnische 6 und schwedische
36, gleich anna Ecke Johannisbolwäak. Das wah früa praktisch
füa di Junks, wah gleich
inna Neje von Landunksbrückn. Hoide komm die Janmahtn gah nich mea
soweit wall
die Kontehnapödde schunn vohea an ire Törminels anlehgn.
Außadehm werrn die
Jantjes imma weniga un hahm gah keine Zeit mea zuhn Ausgehn, bleim nua
koaz in
Hahfn un müssn da denn auch noch mit Hant anlehgn. Und denn sinnas
meißns Flippinos,
die brauchn wenn übahaup empweda was Kattohlisches oda ne Moschee.
 Un denn sinni Loide
auch nich mea so fromm wie früa,
unt wenni Keachn generell schon spahn müssn un sich in Diskos oda
Reithalln oda
wasweißich fewandln, denn eaß rech die Seemannskeachn
oppwohl die auch füa die nommahln Schkandonawia dasint. Un so
wolln die
Norwega un Schwehdn sich fleich zusammlehgn. Ischa
soweso fass dieselbe
Sprache. Müssn sich nua einich werdn wo.
Die Norwehga mein sie hahm mea Platz
unt sint behindatngerech – alz wenn die Matrohsn aufm Rollstuhl
ünnawehgns sint!
Unt die Schwehdn mein ire iss wehnstns ne
richtige Keache, mit gotische Böhgn
un alles. Stimp auch. Dafüa hahbm die Norwehga orntlich n richtign spitzn
Keachtoam, wie ne Stahpkeache inna Heimat. Bloß mit grüne
Pazina darauf statt
Holztschindln.
Aba nich nua Spahn duich Feeinigunk muss sein. Auch
sonz müssn sie sehn wisi büschn Gelt reinkriegn. Darum machn
sie inna
Adwenzzeit nu alle n Basah. Und da sint wia denn ma hin. Andre sint
auch aufi
Idee gekomm un so wah das denn n fuichbares Gedrengl. Und da wahn sie
denn alle
in ihre Nazonaltrachtn. Viel Rot und Blau, lange Rögge und Haubm
aufm Kopp,
meiß äldare Dahm oda lütte Deans. Konz allalei
Kunzgewääbe kaufm wie sie das im
Nordn so machn. Komp noch ausn Noinzintn Jahundat hea, alz grohße
Ahmut wah un
Loide nach Amerika ausgewandat sint. Und die Zuhausgebliebmnen hahm in
Heimahbeit
all so Sachn gebastlt, heiß darum Hemslöjd: Holzfeade un
Spahnkörbe un
Flickntebbiche und die ging denn ja gut unt sint noch hoide beliepte
Suwinias.
Brauß gahnich mea nach Schwehdn fahn, kannz alles hia krign, auch
Preißlbeamammelade un Knäggebröd un Rentiaschinkn.
Krissu alladinks bei Ikea
auch. Un billiga… Anna Tombohla hahbm wia unz auch nich beteilicht.
Eaßns gewinnzu ja
soweso nie was un denn wahnas auch meißns Reisegutscheine, midda
Fehre nach
Oslo un so was.
Unt denn issja auch imma Fressn angesahch. In jehde
Keache gahps klein Restorang, empwehda in Gemeindesaal oda Bierzelt
angebaut
oda klein Kiosk aufm Rahsn. Da gahpas denn Rentiagulasch un Waffln mit
Mammelahde un knallrode Pölser, das heiß Knackwuss
mit Nitro aba in
umweltfrointliche Teichflahdn zuhn Mitessn. Wia hahbm uns denn
Nowwehgische
Fischsubbe un Elchbörga gegönnt: ne Elchfrekandelle inn
richtign Runtstück unt
anstatt Salat un Ketschup wah mit Sauakraut un
Preißlbeamammelahde. Die
Kuchnstügge inna Gustav Adolf-Keache wahn auch felocknd, aba da
wahn wia denn
fenümftich: der Stolln zuhause muscha auch noch wech!
|