Kriech
happich nich mea richtich mitgekrich,
jehnfalz nich bewuss - wahzu junk: dreinhalp bei Krießende. Aba
wer weiß was man
doch so appkrich! Denn kahm die sogenannde schlechte Zeit un alles, unt
meine
Eltan haddn auch genuhch von Millitea un Wiedabewaffnunk. Jehnfalz wah
ich denn
mit fümfzinn Patzifiss un Mitgliet inn Fe’ein. Unt alzich denn
spehta
nich zua
Weamach wollde gahps ne Fehantlunk, unda brauchde ich Zoichnisse
dassich das
ernz mein. Ein krichde ich vommein Schulfroint Rolf der denn schunn
Loitnant
wah un ein vonna andan Seide: von Vositzndn von Langhorna Patzifistn.
Der hieß
Helmuth Warnke un meine Eltan kanntn ihn schon vonna Juhgndbewehgunk
aus. Dass nu üba vitzich Jah hea.
Helmuth Warnke wah Mahla unt Ahbeitakorrispondent
beida Folksseitunk un denn Kommunist un in Kazett un in Untagrunt. Unt
nachn
Kriech wah er dann Redaktöa beida Folksseitunk unt inna
Friehnsbewegunk unt
mußte auch noch mah koaz im Gefenknis. Bis denn
dreiunfümfzich der
Ahbeita’aufstant in der Zohne wah. Da hadda dann die Regihrunk in
Pankoh
kridisiat unt auch di Petei in Hambuich. Un da wah er denn balt
draußn un
ahbeitslohs. Unt kein offizi-elln Kommunistn mea sondan nua noch
Patzifist. Un
hat wieda alz Mahla geahbeitet.
Alza
denn in Rende gink hadda wieda angefangn zu
schreibm: Bücha üba die Ahbeitasietlunk in Langhorn undas
Heidberch-Kranknhaus,
Geschichtn aus Eimbüddl un Langhorn,
unt seine pollidische
Lehmsgeschichde. Unt
vonna praktischn Pollitiek konnta auch die Finga
nich von lassn, diesma bei
dehn Grühn, da wah er denn schunn üba achzich.
Schließlich hadda sich auch noch
inna Geschichswääkstatt Eimbüddl angajiat un vonnehn
lezzn hundat Jahn Zoichnis
abgelehcht. Eima hahbm wia ihn noch besuhch alz wia mah in Hambuich
wahn. Da
wah’a schunn noinzich unt had imma noch gemahlt: aba nu nich mea Wende
sondan
auf Leinwende. Unnu issa mit viunoinzich ges-torbm – mit
ausdrücklichn s-t – unnich
bin froh dassich ihn gekannt happ. |